Die Arbeit „DRY [don´t repeat yourself]“ des Künstlers Tibor Müller zeigt einen Ausschnitt der Prager Straße in Dresden. Inmitten gläserner Architektur und städtischer Begrünung wurde stark stilisiert das Gesichtsprofil des Künstlers im Bild eingefügt. Im Sinne einer Zurückeroberung des öffentlichen Raumes als Ort des öffentlichen Lebens verweist DRY auf Mechanismen der stillen Privatisierung in diesem Bereich. Inmitten von privaten Flächen verdeutlicht die Arbeit in spielerischer Form, dass Inhalte des sogenannten öffentlichen Raumes maßgeblich von finanzkräftigen Firmen bestimmt werden. Einer tatsächlichen Umsetzung der Arbeit in den realen Raum wurde von der Stadt Dresden nicht stattgegeben.
Text: Claudia Tittel